Offiziersgesellschaft Uri
 

Geschätzte Kameradinnen und Kameraden

Die Initiative „Service Citoyen“ will alle Bürgerinnen und Bürger zu einem allgemeinen Gesellschaftsdienst verpflichten – ob im Militär, Zivilschutz oder sozialen Bereich. Was nach Solidarität klingt, gefährdet in Wahrheit das bewährte Milizsystem und schwächt den Wert des Militärdienstes.
Als Offiziere wissen wir: Der Militärdienst ist mehr als nur ein Pflichtprogramm. Er ist eine Schule der Führung, der Disziplin und des Teamgeists. Unsere Armee bietet jungen Menschen die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, unter Druck zu funktionieren und sich persönlich weiterzuentwickeln. Diese Erfahrungen sind einzigartig und lassen sich nicht beliebig auf andere Bereiche übertragen.
Die Initiative droht, diese Qualität zu verwässern. Ein flächendeckender Pflichtdienst für alle ist organisatorisch kaum umsetzbar und würde bestehende Strukturen überlasten. Zudem besteht die Gefahr, dass das freiwillige Engagement – etwa in Vereinen oder Blaulichtorganisationen – durch staatlichen Zwang verdrängt wird.
Ein Nein zur Initiative schützt die Freiheit des Einzelnen, bewahrt die Leistungsfähigkeit unserer Milizarmee und verhindert eine ideologisch motivierte Gleichmacherei ohne praktischen Mehrwert.

Stimmen Sie am Abstimmungssonntag, 30. November 2025 mit Überzeugung NEIN zur Initiative „Service Citoyen“ – für die Erhaltung unseres bewährten Milizsystems und die Stärkung des freiwilligen Engagements!

Mit kameradschaftlichen Grüssen

Oberst Jürg Janett
Präsident Offiziersgesellschaft Uri


Links zum Thema:
➡️ Nein zum Service Citoyen | Nein zum Bürgerdienst-Zwang
➡️ SOG - Nein zur Volksinitiative «Für eine engagierte Schweiz»
➡️ Service-Citoyen-Initiative: Bundesrat empfiehlt Ablehnung
➡️ VMG erachtet Service-Citoyen-Initiative für untauglich, unnütz und überflüssig!